DIE STUTENMILCH VOM " ALTEN HAIDHOF "

Wir besuchten im Januar 2010 den Stutenhof "Alter Haidhof " in Trochtelfingen- Haid.

 

Die Betriebsleiterin Frau Sandra Gogel ( Dipl.-Ing.agr.) zeigte uns ihre Anlage.

Alle Pferde standen draußen, so das wir die Haflingerstuten auf den riesigen Weiden in Augenschein nehmen konnten.

Im Winter werden die Stuten nicht gemolken, da sie keine Fohlen führen.

Nach dem Abfohlen gehört den Fohlen die Michquelle der Mutter 4 bis 6 Wochen alleine. Ab dem Zeitpunkt, an dem die Fohlen selbstständig Gras fressen können, werden sie tagsüber von den Müttern getrennt. Beim Abmelken gibt eine gute Stute ca. 5 bis 6 Liter Milch, bei 2 bis 3 maligem Melken täglich.

Melkstand

Die Stuten werden in einem speziell dafür entwickelten Melkstand mit einer Melkmaschine gemolken. Morgens werden sie zum Melken von ihren Fohlen getrennt, am Nachmittag kommen sie wieder zu ihrem Nachwuchs und dürfen auf die Weide. So bleiben sie im sozialen Kontakt. 

Im Gegensatz zur Kuh stellt eine Stute sofort die Milchproduktion ein, sobald ihr Fohlen abgesetzt ist. Die Milch gibt es, solange die Stuten Fohlen führen; dieser Zeitraum beträgt in der Regel 6 bis 9 Monate.

Alle Stuten des Hofes sind im Hauptstutbuch eingetragen. Derzeit werden sie im Natursprung vom Hengst "Adonis" gedeckt, der dem Hengstbuch I angehört. Alle Fohlen verfügen somit über ein gutes Pedigree. Dadurch ist der Absatz als Zucht- und Freizeitpferde gewährleistet.

 

Stuten vom Haidhof

Die Stutenmilch

Ein altbewährtes Heilmittel bei

Haut- und Darmkrankheiten

 

Schon vor 3000 Jahren galt die Stutenmilch als Heil- und Wundermittel. Die alten Chinesen schätzten die Stutenmilch als heilsame Medizin, die orientalischen Scheichs priesen sie als ein von Allah gesegnetes Heilmittel

 

 

Sandra Gogel mit ihren Produkten

Die Inhaltsstoffe

 

Es ist seit langem bekannt, dass die Stutenmilch ein sehr gutes Heil- und Pflegemittel ist. Im Geschmack süßlich-nussig, ähnelt sie der Muttermilch und stellt für allergiegefährdete Menschen einen idealen Kuhmilchersatz dar.

Ihr hoher Gehalt an Milchzucker sorgt für einen effektiven Infektions- schutz. 

 

 

 

Inhaltsstoffe

 

Kuhmilch

Stutenmilch

Frauenmilch

Eiweiß (g)

3,3

2,0

1,3

Fett (g)

3-4

1,2

4,5

Milchzucker

4

6,7

7,0

 

 

Als ein vollkommenes Nahrungsmittel kann man die Milch von Säugetieren bezeichnen. Sie dient gerade in den ersten Lebenstagen und -wochen dem jungen Organismus dazu, sämtliche Funktionen in Gang zu setzen, denn nach dem Abnabeln von der Mutter muß das neugeborene Lebewesen selbständig für die Aufrechterhaltung aller Lebensvorgänge sorgen. Neben dem notwendigen Sauerstoff, der durch die Atmung in den Körper gelangt und durch das Blut an jede einzelne Zelle weitertransportiert, ist die Zuführung der in der Milch enthaltenen Nährstoffe für das Wachstum des jungen Organismus lebensnotwendig.

 

Historie

 

Die kurmäßige Anwendung von Stutenmilch begann in Russland um 1858, als der Mediziner N.W.Postnikow das erste Kumyß- Sanatorium eröffnete. Heute gibt es in den Republiken der früheren Sowjetunion zirka 50 Sanatorien, die selbst Stutenmilch und Kumyß produzieren.

 

Aktuell

 

Heute, im Zeitalter von Smog und anderen Umweltbelastungen, steht die Milch von den Pferden bei gesundheitsbewussten Menschen wieder hoch im Kurs. Dieser historische Geheimtipp ist gut für die Gesundheit und das Wohlbefinden.

 

Die EU-Hygiene-Vorschriften bezüglich der Stutenmilch-Gewinnung sind umfassender als bei der Kuhmilch, mit der Konsequenz, dass die qualitativ hochwertige Stutenmilch ihren Preis hat.

 

Buchtipp:

Die Stutenmilch

 

Dr. med.Lutz Koch . HAUG Verlag - ISBN 3-7760-1468-7

 

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