Maeggies Tagebuch 2017

Aktuelles

Gelassenheitstraining im Reitstall Weber bei Sonnenschein

 

Ob im Gelände, auf dem Turnier oder dem heimischen Platz, es gibt immer wieder Gegenstände und Situationen, die dem Fluchttier Pferd eine Heidenangst einjagen können.

Maeggie ist ja schon eine coole Socke, egal ob Traktor, Radlader oder sonstiges Gefährt, Maeggie ist stressfrei. Nur ein Gelassenheitstraining haben wir noch nicht versucht. Im Reitstall Weber, wo Maeggie steht, wurde ein Geschicklichkeitsparcours aufgebaut und alle durften mitmachen. Nachdem ich es mir angesehen habe, war ich doch neugierig, ob meine Stute das auch macht.

Angefangen haben wir mit den Planen auf dem Boden. Maeggie ging anstandslos drüber. Dann habe ich mir den Schirm genommen, sie schaute neugierig und liess es zu. Nicht dass die Stute teilnahmslos gewesen wäre, sie hat es sich genau angesehen. Also die Nummer mit dem bunten Schirm hat schon mal geklappt. Iris kam mit einer Kiste voller Plastikbälle. Maeggie durfte sich die Kiste ansehen und es wurde damit stark geraschelt, auch kein Problem, ich glaube, sie dachte es sind Äpfel. Dann hat Iris die Bälle gegen sie geworfen, das fand die Stute nicht so gut, sie ging zurück, aber ohne Stress und schaute uns verwundert an und kam immer wieder vor zu uns.

Dann kam das Tor mit den Flatterbändern. Sie blieb davor stehen und wollte nicht durchgehen, auch in einer Seelenruhe, schaute sich das ein wenig an, Helfer haben dann die Flatterbänder zur Seite genommen und dann ging sie hindurch. Stück für Stück haben wir ihr gezeigt, dass es keine große Sache ist; ob sie es uns wirklich auch so glaubt? Naja, sie machte es am Ende vertrauensvoll. Zum Ende haben wir dann eine Tüte mit leeren Dosen hinter uns hergezogen, da bin ich mir nicht sicher, ob sie es überhaupt registriert hat, sie lief gelassen neben mir her. 

Vertrauen spielt beim Gelassenheitstraining eine sehr große Rolle. Nur wenn das Pferd dem Menschen neben sich traut, lässt es sich auf die vermeindliche Gefahr ein und folgt dem Reiter in dieser für das Pferd oftmals angsteinflößenden Situation.  Damit man Regenschirmen und bunten Gegenständen in Zukunft trotzen kann, ist es eine gute Sache, dies zuhause zu trainieren.

Und noch ein großer Vorteil: bei Schwierigkeiten sind wir Menschen auf dem Boden standfester. Wir können agieren ohne uns Gedanken machen zu müssen, ob wir auf dem Pferderücken in „Wohnungsnot“ geraten könnten. Alles was das Pferd ohne Reiter bereits gelernt hat, fällt ihm später unter dem Reiter deutlich leichter.

 

Mir hat es auf jeden Fall Spaß gemacht und ich glaube Maeggie auch

 

 

 

 

 

 

 

 

Ende Juli 2017 ist "Maeggie"

zur weiteren Ausbildung

in die Reitanlage "Weber"

nach Erftstadt-Ahrem

umgezogen.

Juli 2017

Zu Besuch bei Maeggie in ihrem Feriendomizil

Erster Ausritt mit Maeggie nach meiner Rückkehr aus Spanien: einfach gesattelt und losgeritten.

Die beiden Hunde Maja und Jackie waren begeistert und mit Eifer dabei. Leider konnten wir den Ausritt nicht so weit ausdehnen, wie wir eigentlich wollten, da um diese Jahreszeit noch viele Bremsen Maeggie belästigten. Trotzdem blieb die Stute erwartungsgemäß entspannt. Was ich ganz toll an ihr fand war, dass sie den Hof alleine verlassen hat ohne jeglichen Widerstand oder Stall- und Herdendrang.

Maggies Tagebuch macht jetzt erst einmal eine kleine Pause, weil ich beruflich in den nächsten Monaten in Spanien zu tun habe und Maggie in der Zwischenzeit deswegen zu meiner Freundin Antje auf die Weide stelle, wo sie nach Herzenslust relaxen kann.

Bis bald

Eure Ilona, Maggie und Maja

                                         (Maeggies Transport in ihr Feriendomizil)

APRIL - MAI 2017

April 2017

Heute möchte ich Euch meine neue Partnerin vorstellen:

Cessna,  eine 10 jährige Holsteiner Stute von Coriano. Alle nennen sie  „ Maeggie“.

Maeggies Aufgabengebiet wird die Ausbildung von Reitern an der Longe und in der Bahn sein.

Maeggie hat einen sanften Charakter und ist sehr verschmust.  Sie hat mein Herz in Sturm erobert.

Ich  trainiere sie erst einmal am Kappzaum, um sie zu gymnastizieren und natürlich, damit wir  beide uns gut kennenlernen und die zukünftige Zusammenarbeit klappt. 

 

 

 

Maeggies Tagebuch:

Dienstag Morgen ging mein Telefon und Maeggies Vorbesitzerin war dran. Sie berichtete mir von der besonderen Stute. Sie erzählte, dass es ein braves /gutmütiges Pferd ist und dass die Familie sehr viel Spaß mit ihr hatte aber …. Maeggie macht es ihrer Reitern schwer, sie will nicht den Kopf runternehmen.

Wenn sie ausgebunden ist, ist Maeggie ein zuverlässiges Pferd. Sie scheut nicht, geht im Gelände unerschrocken …. alles was man (ich) sich  bei  einem guten  Ausbildungspferd vorstelle.

Da ich ja ein spontaner Mensch bin, habe ich noch am gleichen Tag einen Besichtigungstermin vereinbart und sie ausprobiert. Alles war so, wie ich es am Telefon erzählt bekommen hatte. Eine Bereiterin ritt Maeggie vor und ich sah, dass sie nicht gerne in Anlehnung geht, alles war schon ein Kraftakt. Ich setzte mich kurzerhand drauf und hatte auch so meine Probleme. Im Anschluss bin ich mit Maeggie ins Gelände gegangen. Maja lief natürlich mit und es war ein gutes Gefühl, mit den beiden unterwegs zu seinJ, OK …. Maeggie ….“ ich nehme die Herausforderung“ an und werde dich in meinem Team aufnehmen.

Wir vereinbarten einen tierärztliches Gutachten über den Gesundheitsstand von Maeggie, auch wollte ich eine Röntgenaufnahme von der Hufrolle ( Da Maeggie ja viel an der Longe gehen wird, ist es wichtig, dass sie keine Veränderungen an der Hufrolle hat).  Für meinen zukünftigen Betrieb, den Ziegelhof in Rommerskirchen,  dort wo ich Boxen an gepachtet habe, muss Maeggie noch die Impfung EHV1,4 bekommen. Alle anderen Impfungen ( Influenza, Tetanus ) waren vorhanden .Die Tierarzt-Untersuchung  war erfolgreich und ohne Befund.

Maeggie steht nun vorübergehend im Martinshof. Sie hat eine sehr schöne Aussenbox und beste Verpflegung. Es stehen uns eine 20x40 Meter große Reithalle, eine Longier-Halle, einen Longier-Zirkel, Führanlage, ein  20x60 Meter großer Aussenplatz und Wiesen und Paddocks zur Verfügung. Also alles vorhanden, was sich das Reiter- und Pferdeherz wünscht. 

Maeggie bekam 2 Tage Eingewöhnungzeit, damit sie sich einleben konnte, und ab Montag startete der Trainingsplan: Antje wird uns nun mit dem Fotoapparat begleiten, um die Ausbildungsfortschritte  festzuhalten.

Biomechanisches Kappzaum-Training:

Ich werde die Stute vorerst im Training nicht ausbinden und sie am Kappzaum gymnastizieren. Beim Kappzaum-Training lege ich mein Hauptaugenmerk auf den Rumpfträger meines Pferdes, die Bauchmuskulatur, den Trapezmuskel und die Muskulatur unter den Schulterblättern, die verantwortlich dafür ist, dass der Widerrist sich hebt und senkt. Die Halsmuskulatur bewirkt das Strecken und Beugen, aber auch das seitliche Wenden des Halses . Es gibt lange und kurze Muskeln,  die durch die  Kappzaumarbeit  trainiert werden.

 

 

Die Stute hat zunächst keine Lust, ihren Hals fallen zu lassen und die Tiefe zu suchen. Auf den Bildern kann man gut sehen, dass sie sich mit der Vorhand vermehrt versucht abzustützen und den Unterhals  als Balancestange benutzt. Maeggies Hinterhand ist sehr kräftig und sie bekommt die Kräfte noch nicht gleichmäßig verteilt.

 Mai Teil 1

Nun habe ich die Stute seit  zwei Wochen und kann mir langsam ein Bild von ihr machen.

Maeggie macht am Kappzaum Fortschritte, aber es fällt ihr schon schwer,  den Hals fallen zu lassen.

Auf dem Longier -Zirkel ist sie gelassen und aufmerksam, egal was vorbeikommt, Kutsche oder Radlader, es interessiert die Stute nicht, sie bleibt immer total ccol. Die richtige Voraussetzung für ein Lehrpferd.

Ich habe Maeggie nach einer Woche das erste mal gesattelt und bin mit ihr ins Gelände geritten, Maja durfte mitlaufen. Die Stute ging aufmerksam und fleißig durchs Gelände. Als ich an einer Koppel vorbeiritt und die Pferde dort stürmisch herumgaloppierten (diese waren wohl den ersten Tag auf der Weide), lief Maeggie mit gespitzten Ohren aufmerksam und ruhig daran vorbei.

Erste Sitzlonge

Samstag war es soweit.  Danielle  und Lisa haben eine Unterrichtseinheit  „Sitzlonge“ auf Maeggie erhalten.

Die Mädels haben die Stute zunächst geputzt und gesattelt. Maeggie schien es sehr zu genießen und bekam  von den Beiden das volle Verwöhn-Programm.

Der Focus meiner Arbeit liegt im Umgang zwischen dem Pferd und  den Schülern; ich habe ja u.a. vor,  mit Maggie Unterricht für ängstliche Reiter anzubieten. Und da hat Maeggie gepunktet.

Ich konnte verschiedene Sitzübungen mit Lisa erarbeiten, ohne dass die Stute sich ablenken oder aus der Ruhe bringen ließ, und alles  im  Schritt, Trab und im Galopp. Maeggie hört mir aufmerksam zu und reagiert fein auf die Hilfen des Reiters. Sie lässt sich ohne Stimme und Zügelhilfe, nur mit Gewichtsverlagerung durchparieren, ich war beeindruckt.

Eine Anmerkung am Rande:

Die Sitzübung schult den Reiter in seinem  Gleichgewicht und in  seiner Balance, mit dem Ziel, dass dieser zur Losgelassenheit gelangt. Der losgelassene Reiter benutzt seine Muskulatur ungezwungen,  indem er diese unverkrampft an- und abspannen kann. Kein Muskel sollte unter dauernder  Anspannung stehen, damit Verkrampfungen und Muskelkrämpfe vermieden werden. Der losgelassene Reiter kann sein Hilfen verfeinern mit der Konsequenz, dass die Verständigung zwischen Reiter und Pferd verbessert wird.

Oftmals habe ich von Schülern gehört, dass es ihnen peinlich ist, an der Longe zu reiten. Aber warum ? Wir reiten aus Freude,  für uns und unser Pferd, nicht für die, die an der Bande stehenJ ... und oft genug  sind diese Zuschauer beeindruckt. 

Das Ziel sollte sein: Nicht die Fehler zu suchen, sondern das Können zu verfeinern.

Mein Tipp:

Egal ob Anfänger oder Fortgeschritten,

jeder Reiter sollte sich von Zeit zu Zeit von seinem Trainer an die Longe nehmen lassen, um so  seinen Sitz zu überprüfen und  noch feinere Einwirkungen zu zu ermöglichen. Der Aufwand ist es wertJ und es macht sehr viel Spaß. Ich nenne es die  „Wohlfühl- Stunde“. Es gibt den schönen Spruch: „Lass Dich von Deinem Pferd bewegen“, den finde ich sehr treffend.

 Mai Teil 2

Daniels Reitstunde

Heute war Daniel da und hat drei  Stunden Ausbildung an Maeggie bekommen. Erst hat er die Stute ausgiebig geputzt.  Ich habe Daniel in seinem Basiswissen überprüft und geschult. Maeggie stand brav und liess es zunächst geduldig mit sich geschehen, aber mit der Zeit fing sie an zu scharren. Pferde finden es nicht immer gut, wenn das Putzen zu lange dauert. Daniel wollte es ja besonders sorgfältig machen. Es war das erste Mal, dass die Stute scharrte. Naja, sie lebt ja. Das Satteln klappte gut, auch liess sich die Stute problemlos auftrensen.

Daniel führte Maeggie in die Longier-Halle. Wir haben sie zunächst nicht ausgebunden , sondern  ausgiebig im Schritt geführt. Das ist wichtig, damit sich das Pferd in der Muskulatur lösen kann, also ein    „Warm-up“. Ich habe die Stute danach mit einem „Dreieckzügel“ ausgebunden, so dass die Stirn-Nasen-Linie vor der Senkrechten ist ( das ist sehr wichtig, damit das Pferd in der Lage ist sich auszubalancieren ).

 Danach habe ich Maeggie an der Longe gehen lassen und Daniel die Longen-Führung  erklärt. Daniel machte seine Sache richtig gut, Maeggie folgte seinem Kommando brav. Nur der Übergang vom Trab zum Schritt brauchte  etwas Übung. Das „ Brüht – Scheeeritt“ klang bei Daniel etwas anders  als bei mir; man konnte sehen, dass die Stute langsamer wurde, aber sich nicht so sicher war, ob sie wirklich Schritt gehen sollte. Ich brauchte es nur von der Seite aus zu sagen und schon ging Maeggie Schritt. Es ist schon toll, wie das Vertrauen zwischen Maeggie und mir gewachsen ist.

Für das Galoppieren habe ich selbst das Kommando gegeben, ich wollte Maeggie nicht zu sehr irritieren. Grundsätzlich gebe ich nur wenige Kommandos an das Pferd,  wobei es  wichtig  ist, dass es immer die gleichen sind. Wenn ich einen Schüler longiere, muss ich ihm ja vieles erklären und das Pferd darf sich dann nicht angesprochen fühlen.

Nach dem erfolgreichen Longieren habe ich Daniel auf Maeggie longiert. Das war schon ein spannender Moment für mich. Eigentlich wollte ich zunächst ja keine schwereren Reiter als 70 kg für meine Stute. Aber wir wagten es. 

 

Anmerkung : Wenn der Reiter schwerer ist und noch nicht seine Grundbalance auf dem Pferd findet, also sich vermehrt  über den Sattel ausbalanciert und nicht über seine Füße/ Beine, ist es für das Pferd doppelt schwer, sich im Gleichgewicht zu halten. Es wird immer wieder versuchen, dem unangenehmen Druck zu entkommen. Auch kann es bei einem Erschrecken des Reiters, wenn dieser  sich z.B. nicht mehr halten kann, schnell zu einem Klemmen kommen und dieses wird von dem Pferd leicht  missverstanden!

 

Als Daniel aufsaß, stand Maeggie ganz still, wie es sich gehört. Ich führte sie an und beobachtete, wie sie auf den neuen Reiter reagierte. Daniel bekam natürlich keine Zügel, als Hilfe habe ich Maeggie einen Strick um den Hals gebunden, an diesem konnte Daniel dann seine Balance halten.

Das Traben klappte gut. Daniel durfte eine Hand am Strick halten und die andere Hand  lag auf seinem Oberschenkel.

Anmerkung: Der Mensch ( also Reiter ohne Pferd) balanciert sich über seine Arme aus. Sobald er auf dem Pferd sitzt, versucht der Reitanfänger instinktiv, dies auch hier fortzuführen. Er muss erst lernen, seine Balance und sein Gleichgewicht über seine Beine und seinen Sitz zu erlangen.

Reiten ist „im Stehen sitzen“ und der Reiter soll sich über seinen Sitz-Stand in der Balance halten. Drauf lege ich zu Beginn der Ausbildung des Reiters besonders viel Wert.

 Nach getaner Arbeit geht Maeggie 2 Stunden auf die Weide. Da steht sie alleine, was sie aber nicht stört. Auf dem Weg zur Weide geht sie sehr zügig. Das kann ich ihr nicht verdenken, sie will ja schnellstmöglich zum saftigen Gras. Aber auch da bin ich konsequent, ich lasse sie immer wieder stehen bis ich ihre ganze Aufmerksamkeit habe. Das darf ich nicht durchgehen lassen, schnell hätte die Stute  ansonsten herausgefunden, bei schwächeren Führern die Chefposition zu übernehmen.

Daniel fand recht gut die Balance im Leichttraben; Maeggie war sehr aufmerksam und machte gut mit. Nach dem erfolgreichen Reiten versorgte Daniel die Stute. Er lernte, dass man den Gurt löst, die Steigbügel hochschnallt, nach dem Verlassen der Reithalle die Hufe auskratzt und dass die Bahn abgeäppelt wird.

Maeggie durfte im Anschluss auf die Weide; das hatte sie sich aber auch verdient. Sie hat sich sofort gewälzt und dann gegrast. Maja hat sich dann auch gewälzt;-)

Wieder ein erfolgreiches Training mit Maeggie beendet. In dieser Arbeit wird mir immer mehr bewusst, wie wichtig die Ausbildung eines guten Longen-Pferdes ist, das ist nicht selbstverständlich. Ich werde immer wieder mal gefragt: Was kann Maeggie denn? Meine Antwort: Sie bringt den Menschen das Reiten bei; das ist genauso eine tolle Leistung wie die eines Dressur- oder Springpferdes im Turniersport! 

Bis bald zum nächsten Kapitel

Eure Maeggie, Maja und Ilona

Mai Teil 3

Heute war Lisa wieder da und hat mich in der Ausbildung unterstützt. Erst hat Lisa Maeggie geputzt und gesattelt, danach sind wir in die Longierhalle gegangen. Zur gleichen Zeit lief dort die Führmaschine. Viele Pferde haben es nicht so gerne, wenn die Führmaschine in Betrieb und Geräusche verursacht und die Pferde wollen deshalb nicht daran vorbeigehen. Maeggie ging bisher in der Longenarbeit immer brav vorbei. Heute war es das erste Mal mit Reiter. Ich habe die Stute zu Beginn geführt. Auch habe ich mich als Führenden  zwischen   Führmaschien und Pferd  positioniert. Das nimmt den Pferden die Unsicherheit vor dem Ungewohnten.

Anmerkung: Wenn Pferde  Furcht vor Dingen haben, leben sie ihren angeborenen Instinkt aus, auch wenn Menschen diese Dinge oder Situationen für normal halten. Es bringt aus meiner Erfahrung heraus überhaupt nichts, das Pferd dahin zu zwingen oder zu strafen, im Gegenteil, das Pferd wird die unangenehme Situation dann später immer damit in Verbindung bringen.

Mein Tipp: Immer selbstbewusst mit Ruhe  an die Situation rangehen J

Maeggie machte es wie erwartet nichts aus, sie ging aufmerksam vorbei. Beim Longieren war sie wie gewohnt aufmerksam und zuverlässig.

Wir sind dann noch auf den Reitplatz gegangen und haben zwei Ausbildungshilfen (Ball und Hanteln) getestet. Selbst das Ballspielen erfolgte ohne Reaktion von Maeggie. Wieder einen Schritt weiter in der Ausbildung . Zum Schluss durfte Lisa in der Reithalle allein reiten.

                                                                                                                                       Bis zum nächsten Mal

                                                                                                                                        Maeggie und Ilona

Mai Teil 4

GEWINNER DER ANFÄNGER-REITSTUNDE

Matthias ist als Gewinner der Anfänger-Reitstunde ausgelost worden.

Er hatte bisher zwar Kontakt zu Pferden, aber noch nie eine Reitstunde bekommen. Beim Putzen und Fertigmachen von Maggie habe ich ihm die wichtigsten Infos zum Putzen, zum Sattel und zur Trense sowie zum Beinschutz (Gamaschen und Hufglocken) gegeben.

Matthias hat Maggie dann selbständig zum Longierzirkel geführt. Dort habe ich ihm die Grundzüge des Longierens erklärt und demonstriert, bevor er dann selbst die Longe übernommen hat. Maggier ging ausgeglichen und aufmerksam unter seinen Kommandos. Dann zeigte ich Matthias, wie man korrekt auf ein Pferd aufsteigt. Als Matthias sich dann in den Sattel geschwungen hat, stand Maggie ganz ausbalanciert und völlig ruhig. Im Stand habe ich Matthias dann eingewiesen, wie der Sitz des Reiters funktional korrekt auszusehen hat, damit der Reiter die Balance findet.. Wir haben hier, wie vorher bei Daniel auch, Maggie einen Strick als Halsriemen umgelegt, damit Matthias in der Bewegung Halt findet.

Nach einer Einweisung im Schritt, um sich langsam an die Bewegung des Pferdes zu gewöhnen, folgte das Leichttraben. Zunächst fand Matthias noch keinen Rhythmus, was ja völlig normal ist bei einem Anfänger, und wurde ziemlich durchgerüttelt. Maggier blieb dabei total ruhig und gleichmäßig im Takt. Da Matthias sportlich ist, hat er schon beim 4. bzw. 5. Anlauf langsam ein Gefühl für den Takt und den Rhythmus im Trab gefunden und über kurze Phasen gehalten.

Ich war mächtig stolz auf Reiter und Pferd, die Stunde mit diesem Erfolgserlebnis abschließen zu können.

Matthias sagte nachher, es habe ihm sehr viel Spaß gemacht und er könne sich nun vorstellen, das Reiten zu erlernen.

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